Schultag in Indien

Nach einer doch schon längeren Zeit in Indien, haben wir langsam den Dreh raus für unsere Schultage. Unser Schultag ist jeweils donnerstags. Durch die Zeitverschiebung von 4.5h beginnt für uns jeder Schultag meist erst mittags. Deshalb können wir etwas länger schlafen. Allzulange geht dies allerdings nicht, denn um 9:00 kommt meistens das Daily Housekeeping. Es war erst gewöhnungsbedürftig, dass eine fremde Person die Wohnung putzt. Man muss allerdings ehrlich sagen, dass dieses Putzen mehr schnell als sauber ist. Nichtsdestotrotz schätzen wir es.

Auf dem Gelände unseres Appartements haben wir einige Sportmöglichkeiten. Unter anderem auch ein Badmintonfeld. Da wir beide froh sind, wenn wir ein wenig Sport machen können und wir auch gerne Badminton spielen, haben wir uns nach den ersten Wochen Badmintonschläger bestellt. So starten wir auch diesen Tag mit einer Partie Badminton. Neben dem Sport ist es auch angenehm ruhig am Morgen. Es hat keine spielenden Kinder und auch sonst ist der Aussenbereich des Campus so gut wie leer. Nach dem Sport und einer kalten Dusche bestellen wir uns Frühstück. Nebst einem Kaffee und einem Tee, bestellten wir heute das indische Frühstück Masala Dosa.

Gestärkt und mit einem Kaffee, machen wir uns dann daran die ersten Dinge für die Schule zu erledigen. Die erste Lektion und somit auch der erste Livecall, ist nicht früher als 13 Uhr so blieb uns heute reichlich Zeit an unserer Vertiefungsarbeit für die Allgemeinbildung zu schreiben. Um etwa 12 Uhr hatten wir uns heute mit den anderen Automatikern im Auslandseinsatz (London) ausgetauscht. Es ist immer interessant sich mit ihnen über den Alltag und das Erlebte auszutauschen. Dies machen wir fast jede Woche.
Um 13 Uhr hatten wir heute die erste Besprechung, in welcher wir mit unserer Allgemeinbildungslehrerin den aktuellen Stand unserer Vertiefungsarbeit besprochen haben.

Für die Teilnahme am Präsenzunterricht oder solche Besprechungen, verbinden wir einen Laptop mit dem Fernseher und wir setzen uns auf das Sofa. Da der Laptop dann recht weit weg steht, haben wir uns anfangs ein Ansteckmikrofon für umgerechnet 7 Fr. besorgt. Die Audioqualität dieses Mikrofons ist erstaunlich gut für den Preis. Die Arbeit auf dem Sofa ist nur möglich, da wir beide digital arbeiten. Mit Papier und Stift wäre dies schwierig geworden. Generell sind mögliche Arbeitsorte auf das Sofa und einen kleinen Esstisch beschränkt.

Um 16 Uhr hatten wir heute unsere Mittagspause gemacht, bevor der Präsenzunterricht um 17:30 Uhr startete. Durch die gesammelten Erfahrungen während des Homeschoolings aufgrund von Corona, funktioniert das Zuschalten ins Klassenzimmer reibungslos. Wir sehen dasselbe, was die Klasse im Klassenzimmer sieht. Auch die Verzögerung ist überraschend gering dafür, dass wir an einem anderen Punkt auf der Erde sitzen. Nach einer Lektion Elektrotechnik und einer Lektion Automation haben wir Robotik. Während dieser Lektionen geht es aktuell um das Programmieren von industriellen Robotern. Um dies zu realisieren, arbeitet jeder von uns mit einer Person in der Schweiz zusammen, die im Klassenzimmer sitzt. Zusammen mit den Teampartner programmieren wir dann den Roboter, indem die anderen ihren Bildschirm übertragen. Ob das Programm dann in echt funktioniert, muss der Teampartner vor Ort allein am Roboter austesten.
Schultage sind für uns immer eher längere Tage. Die letzte Lektion endet für uns um etwa 21:30.  Deshalb versuchen wir das Essen so zu bestellen, dass es auf Schulschluss ankommt. Dies funktionierte auch dieses Mal super. Zum Essen sahen wir uns heute nach einem anstrengenden Schultag eine Folge einer Serie an.


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Stand: 26.11.2021

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